Donnerstag, 25. Juli 2013

Ein kreatives Experiment

Wozu ich im Urlaub so alles komme...

Vor ein paar Tagen bin bei Boesner (Künstlerbedarf) über ein Buch gestolpert, das ich nicht mehr aus der Hand geben konnte. Es geht um eine Technik Mal-Blockaden zu lösen, kopf- bzw. denkfrei kreativ zu werden und in 3 Tagen 30 Bilder zu malen. Da ich immer sehr gerne Neues ausprobiere und dazu lerne, habe ich gestern mit diesem 3-Tage-Experiment begonnen. Davon möchte ich euch berichten...

Schritt 1  
war sich 30 kleine Maluntergründe zu nehmen und mit einem Malmittel (ich habe weichen Bleistift gewählt) bestimmte Malmotive (die vor einem stehen) zu zeichnen (Stilmittel).


Ich habe zwei Buddha-Köpfe ausgewählt sowie zwei Figuren. Es ist nicht erforderlich das ganze Motiv zu zeichnen, Teile daraus reichen auch.


Dann habe ich drauf los gemalt, unüberlegt, teilweise blind und ohne Anspruch auf Schönheit. Je mehr Bilder ich gemalt habe, desto besser war mein Schwung. Das war für mich keine neue, aber mal wieder eine gute Erkenntnis! Danach sollen alle Werke betrachtet werden und bereits "Fertige" aussortiert werden.
  
Ergebnis Schritt 1
  
Schritt 2  
bestand draus, ein neues Malmittel, neue Malmotive und ein neues Stilmittel zu verwenden.

Die bereits bestehenden Motive sollten dabei unberücksichtigt bleiben. Also auch das Format drehen, Motive übermalen usw.

 

 Ich wählte farbige Acrylfarbe und als Motiv eine Schneckenform aus dem Pflanzenbereich sowie eine Artischocke und Heidelbeeren in einer Schale (alles abgebildet in einer Zeitschrift).



Ergebnis Schritt 2
Da waren sie nun, meine 30 "sinnlosen" Bilder. Damit war der erste Tag vorbei und ich ging gleich heute Morgen wieder ans Werk (bzw. an meine Werke).

Tag 2

Schritt 3

wieder eine neue Auswahl des Malmaterials, der Motivkategorie und des Stilmittels. Ich habe farbige Ölkreiden gewählt und mir gedacht ich könnte Schnapszahlen oder Buchstaben zeichnen (das erschien mir aufgrund der Uhrzeit, 7.00 Uhr recht leicht). Und weiter ging es...





 

Schritt 4
besteht daraus, Ordnung ins Chaos zu bringen und jedes einzelne Bild zu betrachten, das Beste zu verwerten, das was nicht gelungen oder als störend empfunden wird zu übermalen. Hier kommen dann malerische Elemente (Komposition, Bildperspektive, Aufbau von Harmonie oder Spannung, Kontraste wie kalt-warm, hell-dunkel usw.) zum Einsatz.
Davon werde ich euch weiter berichten, denn bei diesem Schritt bin ich noch nicht und er wird sicher etwas länger dauern...

Wer sich für dieses Buch "30 Bilder in 3 Tagen" von Gerorg Kleber interessiert: *hier* oder *hier* erfahrt ihr mehr vom Inhalt
.

Habt ihr auch schon mal Kreativitätstechniken nach Anleitung probiert? Habt ihr Buchempfehlungen oder Blogempfehlungen für mich? Nehme jeden Hinweis dankend entgegen.


Kreative Grüße
Helga

Kommentare:

  1. Liebe Helga,
    das ist ein tolles Experiment. Vielen Dank fürs Teilen.
    Ich probiere viele Kreativitätstechniken aus, aber meist im Bereich des Kreativen Schreibens. In letzter Zeit rückt das Malen wieder in den Vordergrund. Sehr inspiriend finde ich da zum Beispiel die Malerin Flora Bowley, die ihre Bilder ähnlich wie in deinem 30- Bilder-Projekt Schicht umd Schicht entstehen lässt:
    hier ihr Blog http://braveintuitiveyou.com/blog/

    Ich freue mich schon darauf, deine Ergebnisse zu sehen.
    Viele Grüße Lucia

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  2. Was für ein tolles Projekt/Experiment! Da bekomme ich gleich Lust, es auch mal zu versuchen. Danke für diese Inspiration und den Tipp!
    Bunte Grüße von Christiane

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