Montag, 15. April 2013

Kreativ-Tag

Heute habe ich bei Boesner (Künstlerbedarf) in Düsseldorf einen Workshop unter Leitung von Renate Linnemeier gemacht.

So war er ausgeschrieben: Anhand von Figurenstudien und Porträts (Fotovorlagen) wollen wir auf unterschiedlichen, selbst hergestellten Maluntergründen verschiedene Mal- und Zeichenmittel erproben. Nicht die korrekte Wiedergabe der äußeren Erscheinung steht im Vordergrund, sondern die Entwicklung eines eigenen künstlerischen Interpretationsansatzes. Das Erforschen der Kunstmittel ist dabei ebenso spannend wie das Studium der Formen und Proportionen. 

Und hier ist das Ergebnis:


"Traurige Diva"

"Tanzendes Mädchen"

Die Hintergründe herzustellen war für mich einfach, weil ich gerne klebe, matsche und akstrakt male. Aber dann freihand eine Figur oder ein Portrait darauf zu zeichnen, war alles andere als einfach. Und dann noch mit schwarzer Tusche (!) aus einer Bambus-Feder! Ich habe vorher ein wenig mit Bleistift auf Papier geübt. Dann ging es an meine Hintergründe: Ich sollte mit lockerem Pinselstrich das Gesicht oder die Figur malen, immer mal wieder verwischen... Ich hatte Schwierigkeiten die Proportionen einzuhalten, bin nicht geübt im Zeichnen, obwohl ich so gerne Gesichter und Figuren male. Ich muss halt noch viel üben!
Die beiden Bilder oben finde ich recht gut gelungen (obwohl mich der dritte Punkt an der Nase schon stört. Schatten!?). Und drei Bilder sind gar nicht gelungen, sie warten darauf übermalt zu werden...

Was sagt ihr zu den Bildern? Freue mich über jeden Kommentar!

Kreative Frühlingsgrüße von

Helga
 

Kommentare:

  1. Liebe Helga,
    die beiden Bilder sind sehr gut gelungen. Mir gefallen sie: rot und gelb mag ich sowieso. Das obere Porträt erinnert mich an Jugendbildnisse meiner Großmutter.
    Das untere ist voller Lebensfreude.
    Das alles macht mir Appetiet, mich auch nach so einem Workshop umzusehen.
    Viele Grüße
    Lucia

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke Lucia, freut mich, dass sie dir gefallen. Zum oberen Bild hatte ich auch eine Portraitvorlage von einer Schauspielerin aus den 40ger/50ger Jahre..Gute erkannt!

      Löschen

  2. Liebe Helga, ich mag das untere am liebsten, strahlt es doch eine solche Freude und Leichtigkeit aus. Das obere find eich auch gut, dennoch gibt es irgendetwas das ich nicht richtg fassen kann. Sie schaut traurig, aber eher noch hat sie für mich einen leeren Blick. Das ist für mich noch einmal ein unterschied. Um die Lippen könnte sich ein kleines lächeln entwickeln, so wie ich es sehe und das ist es wohl was ich irritierend finde. Aber gut ist es doch so mit den bildern unterschiedliche Wirkungen zu hinterlassen und zum nachdenken anzuregen.
    Die Kuchenform ist übrigens aus silikon und gibt es bei amazon zu kaufen. Habe sie aber auch schon aus Alu gesehen. Liebe Grüße
    Ina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke Ina! Schön, dass diese Bilder eine Wirkung hinterlassen - das hat die Malerin aber nicht beabsichtigt ;-)

      Löschen
  3. Hallo Helga,

    ich habe heute schon ein paar mal hier hereingeschaut und die beiden Bilder wirken lassen.
    Das untere strahlt Leichtigkeit aus, Bewegung, Frische, Unbekümmertheit, Unbeschwertheit, Lebensfreude. Einfach schön und fröhlich.

    Das obere ist schwieriger zu beschreiben, weil es für mich vielschichtiger ist.
    Einerseits strahlt es für mich Sensibilität und Verletzlichkeit aus durch die Kopfhaltung und den freien, offenen Hals.
    Andererseits ist der Gesichtsausdruck ein wenig angestrengt, nachdenklich. Der Blick geht für mich nach innen, die Lippen wirken fast ein wenig wie zusammengekniffen, die Stirn und die dunklen Brauen ebenfalls angestrengt. So bemüht, fröhlich zu schauen, obwohl die Seele ein wenig schwermütig ist.

    Obwohl das zweite viel unbeschwerter ist, mag ich das obere lieber. Es regt zum genauen Hinschauen an. Zum Nachdenken. Da wird ein wenig die Seele nach außen gekehrt.

    Lieben Gruß
    Biggi

    AntwortenLöschen
  4. Danke Biggi für diese detaillierte Beschreibung deiner Wahrnehmung! Wahrscheinlich habe ich etwas von meiner Persönlichkeit eingearbeitet, denn bestimmt habe ich von beiden Bildern anteilig etwas in mir. Die genannten Begrifflichkeiten sind mir jedenfalls nicht fremd ;-)

    AntwortenLöschen